Casemanagement und Beratung für cannabiskonsumierende Schüler*innen
CaBS wendet sich an Schüler*innen allgemeinbildender und berufsbildender Schulen in Frankfurt, die Verhaltensauffälligkeiten im Zusammenhang mit Cannabiskonsum zeigen.
CaBS bietet Einzelfallhilfe mit einer intensiven Einzelbetreuung. Dabei wird ein kontinuierliches Beziehungsangebot genutzt, um ein möglichst stabiles Arbeitsbündnis herzustellen.
Die Berater*innen kommen bei Bedarf in die Schule. Ein Raum für Einzelgespräche sollte nach Möglichkeit von der Schule zur Verfügung gestellt werden.
Das Projekt soll außerdem für Lehrkräfte als unterstützendes Konfliktmanagement fungieren. Der Verfahrensweg und die einzelnen Schritte müssen untereinander abgestimmt und klar definiert sein. Die Verzahnung mit Schulsozialarbeit sowie die Mitwirkung der ProjektmitarbeiterInnen an einschlägigen Schulveranstaltungen dient ebenfalls der Unterstützung des Vorhabens.
Zielgruppe
Schülerinnen und Schüler, deren Drogenkonsum sich bereits verfestigt hat und die aufgrund ihres regelmäßigen Cannabiskonsums verhaltensauffällig sind.
Ziele & Inhalte
- Reduzierung oder Beendigung des Drogenkonsums
- Unterstützung bei diversen Entwicklungsaufgaben
- Wiedereingliederung in Schule oder Ausbildung
- Bei Bedarf Vermittlung in weiterführende Maßnahmen
Setting
Die Einzelfallhilfe beginnt mit einer intensiven Einzelbetreuung. Dabei wird ein kontinuierliches Beziehungsangebot genutzt, um ein möglichst stabiles Arbeitsbündnis herzustellen. Erst in einem vertrauensvollen und geschützten Rahmen wird die Einzelfallhilfe oder ein intensives Casemanagement erfolgreich sein können. Daher werden diese ein wichtiger Baustein des Projektes sein. Erfahrungen durch unsere anderen Angebote belegen, dass jüngere Menschen besonders stark von Gruppenangeboten profitieren. Sie fördern soziales Lernen, die Motivation zur Reduktion des Konsum bzw. zur Abstinenz und es können wichtige Informationen zu Drogen effizient vermittelt werden. Bei diesen, nach psychoedukativen Aspekten gestalteten Angeboten kommen zusätzlich Themen wie Rückfallprophylaxe, Konsolidierung der Abstinenzmotivation in strukturierter Form zum tragen. Alle Angebote finden in der Beratungsstelle statt.
Zugang
Wichtig für die Inanspruchnahme des Projektes ist die Motivationsarbeit der Lehrkräfte und der Sozialarbeiter*innen vor Ort. Wenn Unsicherheiten bezüglich der Ansprache der Thematik bestehen, bieten wir im Vorfeld gerne eine kollegiale Fallberatung an. Selbstverständlich können sich die Schüler*innen auch auf direktem Weg an die Projektmitarbeiter*innen wenden.